Welche Arten von Coaching gibt es?

Nach Anzahl der Teilnehmer

Einzelcoaching
Kunde ist eine Einzelperson, die in der Regel mit einem Coach, seltener mit zwei Coaches, an ihrem Anliegen arbeitet. Näheres zu möglichen Anliegen finden Sie unter Anlassfälle für Coaching.

Teamcoaching
Kunde ist ein Team mit einer gemeinsamen Aufgabe, also keine Einzelperson und auch keine Gruppe im Sinne von mehreren beliebigen Einzelpersonen. Ab zwei Personen (häufig bei Führungs-Duos) wird von einem Team gesprochen. Themen sind z.B. Konfliktlösung, Potenzialentwicklung, Integrierung neuer Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen.

Mitarbeitercoaching
ist ein spezieller Führungsstil und somit Aufgabe der Führungskraft im Unternehmen. Es zielt auf die optimale Förderung und Potenzialentwicklung der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, ohne auf die reine Anweisungs- und Ausführungsstruktur zurückzugreifen.


Nach Inhalt

Persönlichkeitscoaching
ist die Begleitung von Einzelpersonen zur Bewältigung beruflicher Anforderungen oder anderer Veränderungsprozesse. Oft sind Sachthemen der Ausgangspunkt, diese werden jedoch im Coaching in Beziehung zur Persönlichkeit des Kunden gesetzt (Glaubenssätze, Werte, Kommunikationsmuster, Emotionen). Der Kunde kann in geschütztem Rahmen reflektieren, Verhaltensweisen überprüfen, auftanken. Der Coach ist hier nicht Experte für die Sachfrage, wohl aber Experte für Prozess und Interventionen im Coaching.

Fachcoaching
ist eine moderne Form des individuellen Lernens. Der Coach stellt neben seiner Coaching-Kompetenz auch sein Expertenwissen zu einem Sachthema zur Verfügung. Inhalt und Tempo des Lernprozesses werden individuell auf den Bedarf des Kunden abgestimmt, sodass Leerläufe vermieden werden. Beispiele sind Mediencoaching, Stimm- und Ausdruckscoaching, Führungscoaching, Bewerbungscoaching.

Ein spezielles Format im Coaching

Organisationsaufstellung
ist eine erfahrungsorientierte Methode im Einzel- und Teamcoaching. Aufgestellt werden Personen oder Teilaspekte des Anliegens. Sie werden durch Gegenstände oder Personen symbolisch vertreten und im Raum platziert. Durch die Aufstellung werden Informationen zugänglich gemacht, die dem System und seinen Mitgliedern nicht bewusst sind, Lösungsbilder können getestet werden.
Aufstellungsarbeit kann mit der Anliegenbringerin alleine oder mit einer ausreichenden Anzahl von Personen als Repräsentanten durchgeführt werden.
Wird mit der Anliegenbringerin alleine gearbeitet, kommen Platzhalter zum Einsatz. Platzhalter sind Gegenstände, die - anstelle von Personen - Plätze im Raum belegen. Die Anliegenbringerin geht nacheinander alle Positionen durch und erlebt bzw. erspürt dabei ihre Bedeutung und Rolle für ihr Anliegen.
Bei einer Aufstellung mit Repräsentanten nehmen diese die verschiedenen Positionen ein, auch die Position des Anliegenbringers selbst. Die Kundin kann ihr Bild und dessen Veränderungen von außen betrachten und Lösungen testen, die Prozesse können rascher entwickelt werden
Abgrenzung zur Familienaufstellung:
Die Organisationsaufstellung bezieht sich rein auf den beruflichen Kontext. Sollten Hinweise auf die Familiensituation auftauchen, kann zu einem anderen Zeitpunkt eine separate Familienaufstellung, unter der Leitung eines ausgebildeten Familientherapeuten, durchgeführt werden, falls der Kunde dies wünscht.