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Emotionale Abgrenzung

Diese Frage kann dein Leben verändern.


Kennst du das: jemand kommt zu dir, jammert dich an, beklagt sich etc. Und ZACK! du hast den Ball angenommen: der Impuls, zu helfen springt an und du denkst „was kann ICH jetzt machen, damit es dem anderen wieder besser geht?“


eine Frau, die sich verantwortlich fühlt

In diesem Moment übernimmst du die Verantwortung für jemand anders. Nun beginnst du Vorschläge zu machen, vielleicht sogar Ratschläge zu geben. Das trägt leider oft den Subtext von „das schaffst du nicht alleine“ in sich. Manchmal ist es sogar der Einstieg in eine Dramadynamik. Kann man machen, muss man nicht.


Hier kommt die Empfehlung: Ab heute denke und sage in solchen Situationen in ganz ruhigem, neutralen Tonfall: „und was wirst du jetzt machen?“.


Damit lässt du die Verantwortung beim Gegenüber und der Subtext verwandelt sich in „Ich traute dir zu, es selbst zu lösen – ich mute es dir sogar zu, es selbst zu bewältigen.“ Das stärkt die andere Person und auch dich, denn du kannst deine Grenzen und deine Energie wahren. Du bist nicht dafür zuständig, andere zu „retten“.


Du lässt die Angelegenheit dort, wo sie hingehört. Damit hast du die Hände frei für deine eigenen Angelegenheiten - üblicherweise hat man mit diesen ohnehin genug zu tun. Warte einfach ab, was nun kommt. Vielleicht ein "ich hab keine Ahnung." oder ein "ich weiß es nicht.". Das bedeutet ganz oft nur, dass jemand noch nicht lange genug darüber nachgedacht hat.


Darum, bleibe einfach dran und frag weiter: "welche Möglichkeiten hast du denn schon ausprobiert / in Erwägung gezogen?". Nicht einsteigen, bleib draußen und frag weiter. "Und was noch?"


Diese Herangehensweise vermittelt weiterhin, dass du da bist, und dennoch nicht als Problemlösende Instanz zur Verfügung stehst. Das ist eine eigene Haltung und eine Denkweise.

Und diese Denkweise funktioniert sowohl bei Erwachsenen als auch wunderbar in der Begegnung mit Kindern. Sie wachsen regelrecht in ihrem Selbstwert, wenn wir ihnen suggerieren, SELBST Lösungen finden zu können – und dabei nicht alleine zu sein.


Die Aufgabe als Coach besteht darin, den Weg zur eigenen Lösung des Gegenübers zu begleiten. Wir kennen die Lösung nicht. Wir unterstützen nur dabei, den Weg zu finden. Unsere Haltung ermöglicht es, die richtigen Fragen zu stellen. Und sie ermöglicht es, unsere eigenen Grenzen sauber zu wahren.


Wenn du dich dafür interessierst, selbst professionelles Coaching zu erlernen, dann schau gern, wann unsere nächsten Lehrgänge beginnen:


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Linda Syllaba, Autorin, Life- & Lehrcoach



 
 
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